"Wir brauchen den Strom aus Windkraft dringend"
Wirklich? Was im Jahr 2013 richtig war, ist im Jahr 2026 längst nicht mehr richtig - denn mittlerweile wurden tausende Windkraftanlagen und PV-Anlagen errichtet
Der Strombedarf sinkt in Deutschland
Der Strombedarf (in der Vergangenheitsbetrachtung der Stromverbrauch) sinkt in Deutschland (vgl. Angaben des Umweltbundesamt, Grafik unten, >Link<).
Er wird künftig weiter sinken - entgegen der Prophezeiungen von EE-Ideologen, die dabei monoton auf "die ganzen E-Autos und Wärmepumpen" verweisen.
Die 4 Gründe dafür sind:
- Private PV-Anlagen: 3000 neue PV-Anlagen in Deutschland täglich (inkl. Balkonkraftwerken) senken den Bedarf an Strom aus Kraftwerken, Windkraftanlagen und gewerblichen PV-Anlagen immens.
- Bevölkerungszahl Deutschlands stagniert (Link).
- Elektrische Geräte werden immer energieeffizienter (Beispiel: Umstellung von Straßenbeleuchtung auf LED) (Link).
Dies gilt auch für E-Autos und Wärmepumpen.
- Abwanderung der Industrie ins Ausland - Produktionsstandorte, sowie ganze Unternehmen.
Stromverbrauchsdaten auf lokaler Ebene (Städte, Gemeinden, Landkreise) sind nicht erhältlich. Fragen Sie sich mal warum... Man könnte den Gemeinden und Energieversorgern zu leicht vorrechnen, dass man neue Windkraftanlagen überhaupt nicht braucht.
09.06.2026: (ZDF) Deutschland liefert mehr Strom ins Ausland als es importiert. Deutschland ist erstmals seit Ende 2023 wieder Netto-Exporteur von Strom. Im ersten Quartal sanken die Stromimporte um 15,5 Prozent, während die Exporte ins Ausland um gut 20 Prozent stiegen. Unterm Strich stand ein Überschuss von 3,1 Milliarden Kilowattstunden. Das geht aus Daten hervor, die das Statistische Bundesamt veröffentlichte.
Zusätzliche Windkraftanlagen bringen heute kaum noch zusätzlichen Strom!
Nutzen des Windkraftausbaus in Deutschland nimmt drastisch ab.
Windstrom wird zunehmend durch den starken Ausbau der Photovoltaik verdrängt, weil Netzengpässe häufiger zu Abregelungen führen („Kannibalisierung“ der erneuerbaren Energien). Drittens werden neue Windkraftanlagen verstärkt an weniger windreichen Standorten errichtet, da die besonders ertragreichen Flächen bereits weitgehend genutzt sind.
Vor allem aber liegt das am "Gleichzeitigkeitseffekt": Windkraftanlagen sind wir Handy-Läden mit exakt gleichen Öffnungszeiten. Nach einer gewissen Sättigung wird ein zusätzlicher Handy-Laden in einer Stadt keinen zusätzlichen Kundennutzen mehr bringen und keinen Umsatz mehr machen. Also würde auch niemand einen Handy-Laden mehr aufmachen. Außer, er erhält auskömmliche Subventionszahlungen...
Zusätzlich wird auf sogenannte Verschattungseffekte („Windklau“) verwiesen: Windkraftanlagen können sich gegenseitig Wind wegnehmen, insbesondere in dicht bebauten Offshore-Windparks. Dadurch sinkt die Stromausbeute einzelner Anlagen. Insgesamt argumentiert der Artikel, dass ein weiterer Ausbau der Windkraft nicht mehr automatisch zu einem proportionalen Anstieg der Stromerzeugung führt und zunehmend an physikalische sowie infrastrukturelle Grenzen stößt.
Das Leitungsnetz kann mehr Schwankungsstrom nicht aufnehmen
18.05.2026: EnBW schlägt Alarm wegen überlastetem Stromnetz.
Baden-Württembergs größter Energieversorger schlägt Alarm: Das Stromnetz im Land stoße zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. „Wir erleben seit mehr als zwölf Monaten eine überraschend starke Dynamik bei Netzanschlussbegehren“, sagt EnBW-Vorstand Dirk Güsewell im Interview mit unserer Zeitung. Die Folge: Industriekunden, Gewerbebetriebe und Betreiber von Solar- und Windparks müssten teilweise jahrelang auf ihren Stromanschluss warten.
ACHTUNG: Es geht nicht - wie von der Stuttgarter Zeitung suggeriert - darum, dass die "Betreiber von Solar- und Windparks" keinen Strom aus dem Netz bekommen, es geht um die Einspeisungs-Anschlüsse ! D.h. es stehen Windkraftanlagen nach ihrer Errichtung in der Landschaft, die Rotoren drehen sich (damit die Generatoren nicht kaputt gehen) - die Windkraftbefürworter freuen sich, aber Strom wird jahrelang nicht eingespeist.'
Auf FOCUS.de heißt es dazu: "Dass ein fertiger Wind- oder Solarpark monate- oder sogar jahrelang lang keinen Netzanschluss bekommt, ist nicht das einzige Problem, mit dem die Branche der erneuerbaren Energien zu kämpfen hat. Auch die Überlastung des Stromnetzes durch unkontrollierte Einspeisung stellt ein weit verbreitetes Ärgernis dar.
„Es kann durchaus passieren, dass es durch ein Zuviel an Photovoltaik-Strom praktisch zu einer Verstopfung im Netz kommt", sagte Carsten Liedtke, Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), vor einiger Zeit der ARD. Das führe dazu, dass einzelne Ortsnetzstationen zur Sicherheit abgeschaltet werden müssen. „Und dann gibt es lokale Stromausfälle, von denen jeweils mehrere hundert Menschen betroffen sein können.“
Vollversorgung mit Windkraftanlagen in Deutschland ist längst erreicht
Die erforderliche Anzahl von Windkraftanlagen für eine "Vollversorgung" ist längst erreicht:
Beim gesamten Windkraft-Regime, insbesondere beim WindBG argumentiert der Gesetzgeber mit der Absicherung einer flächendeckenden Stromversorgung: Im Dokument "Fragen zum Windenergieflächenbedarfsgesetz" des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages vom 14.05.2024 (Az. WD 3 - 3000 - 039/24; WD 5 - 3000 - 061/24) wird die Verfassungsmäßigkeit des WindBG gutachterlich beleuchtet. Dass der Bundesgesetzgeber überhaupt für den Erlass eine WindBG zuständig ist, wird darin ausschließlich mit der Absicherung einer flächendeckenden Stromversorgung begründet ("Insoweit ließe sich argumentieren, dass, sollte der Ausbau und die gesetzliche Gestaltung dessen allein den Bundesländern überlassen werden, die Gefahr bestünde, dass in einigen Bundesländern der Windenergieausbau nicht weiter gefördert werde, wie es für eine flächendeckende Stromversorgung notwendig wäre. Eine unzureichende Stromversorgung dürfte sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene gleichermaßen problematisch sein."). Der Wissenschaftliche Dienst des DTB verweist hierzu auf das Dokument "Zur benötigten Anlagenanzahl für den Ausbau der Windenergie an Land" des Deutschen Bundestages (Az. WD 8 – 3000 - 062/22, WD 5 - 3000 - 101/22) vom 06.08.2022. Dort (vgl. Seiten 14 f.) wird ausgeführt, dass für eine Vollversorgung im Jahr 2030 mit erneuerbaren Energien in Deutschland 23.903 (wissenschaftliche Studie) bzw. 35.000 (Meinung des Verbandes der Windkraftbranche BWE) Windkraftanlagen erforderlich seien, wovon zum damaligen Zeitpunkt (2022) bereits 28.287 existierten.
Die Anzahl von 23.903 Windkraftanlagen ist mittlerweile (2025) deutlich überschritten. Dass der Verband BWE, dessen Mitglieder mit mehr Windkraftanlagen mehr Geld verdienen, 35.000 Anlagen fordert, darf niemanden überraschen.
Mittlerweile sind in Deutschland 30.071 Windkraftanlagen an Land sowie 1.637 Windkraftanlagen Offshore-Turbinen in Betrieb (Stand 13.08.2025, Quelle: Bundesnetzagentur). Die Bundesnetzagentur geht zum Stand 13.08.2025 von 1.578 bereits genehmigten Windkraftanlagen an Land und 21 Offshore aus. Über bereits beantragte Anlagen gibt die Bundesnetzagentur keine Auskunft. Am 25. August 2025 waren aber allein in Baden-Württemberg 1.556 Anlagen genehmigt, beantragt oder im Status „Planung vorgestellt.“
Fazit: Das Ziel, dass zum Windkraft-Regime in Deutschland geführt hat, ist längst erreicht, schneller als gedacht. Ohne den Ausweis von "Vorrangflächen", ohne dass es des WindBG überhaupt noch bedarf. Dennoch werden Vertreter der Anlagenhersteller, deren Verbandsvertreter, die Energieerzeuger, Grüne Politiker und deren NGO's nicht müde zu behaupten: "der Strombedarf steigt, der Strom aus Windkraft wird dringend gebraucht". Das ist schlicht falsch. Weder steigt der Strombedarf in entsprechenden Umfang an, noch Bedarf es zur Deckung des derzeitigen oder künftigen Bedarfs Strom aus Windkraft.
Von Befürwortern von Windkraftprojekten kann man lesen:
"Irgendwo muss der Strom ja herkommen."
"Wir brauchen den Strom für die Digitalisierung und die E-Mobilität"
"Wir brauchen dringend regenerative Energien, um den CO2 Ausstoß zu reduzieren."
"Wir müssen die Erneuerbare dringend schneller ausbauen, wir brauchen mehr Erneuerbare Energie"
etc.
Tatsächlich bezweifeln inzwischen auch viele Energiewirtschaftler, dass der derzeitige Ausbaupfad ohne grundlegende Markt- und Systemreformen dauerhaft stabil funktioniert.
Die kurze Antwort lautet:
Technisch kann ein Gleichgewicht erreicht werden — aber wahrscheinlich nicht mit dem heutigen Strommarktdesign und nicht allein durch „mehr Windräder und Solaranlagen“.
Der entscheidende Punkt ist:
- Wind- und Solarstrom sind extrem günstig in der Erzeugung,
- aber nicht steuerbar,
- während das Stromsystem jederzeit exakt ausgeglichen sein muss.
Je höher der Anteil fluktuierender Erzeugung wird, desto stärker steigen die sogenannten „Systemkosten“.
Das Grundproblem: Überschuss UND Mangel gleichzeitig
Deutschland steuert zunehmend auf ein System zu, das gleichzeitig:
- zeitweise riesige Überschüsse,
- und zeitweise massive Stromknappheit
erzeugt.
Sommermittag:
- enorme PV-Produktion
- Strompreis nahe null oder negativ
- Netzengpässe
- Abregelung von Anlagen
Dunkle Winterflaute:
- kaum Sonne
- wenig Wind
- sehr hoher Strombedarf
- extrem hohe Preise
- Importabhängigkeit
- Bedarf an Gaskraftwerken
Das Problem ist also nicht die Jahresstrommenge, sondern die zeitliche Verfügbarkeit.
Warum der Markt aus dem Gleichgewicht geraten kann
Das heutige System erzeugt mehrere ökonomische Verzerrungen:
1. EE drücken ihre eigenen Preise
Der sogenannte Merit-Order-Effekt:
- Viel Wind/PV → Börsenpreise sinken.
- Dadurch sinken aber auch die Erlöse neuer Anlagen.
Folge:
- Neue EE-Anlagen werden ohne Förderung oft unwirtschaftlich.
- Gleichzeitig fehlen Preissignale für Speicher.
2. Speicher rechnen sich oft noch nicht ausreichend
Große saisonale Speicher sind extrem teuer.
🔋🪫Batteriespeicher - Gut für:
- Stunden
- Tagesverschiebung
Schlecht für:
- mehrere Tage oder gar Wochen Dunkelflaute
💧Wasserstoff - Technisch möglich, aber:
- sehr schlechte Wirkungsgrade,
- enorme Investitionskosten,
- fehlende Infrastruktur.
3. Netzausbau kommt strukturell langsamer voran - Das ist kein rein deutsches Problem.
Netze dauern oft:
- 10–15 Jahre Planung,
- Bürgerproteste,
- Genehmigungen,
- Klagen,
- Naturschutzkonflikte.
Windparks dagegen entstehen teilweise viel schneller.
‼️Der eigentliche Kipppunkt: Systemkosten steigen nicht linear
Das wird oft unterschätzt. Die ersten 20–40 % EE-Anteil sind relativ günstig integrierbar. Danach steigen die Zusatzkosten stark an:
- Speicher,
- Reservekraftwerke,
- Redispatch,
- Netzstabilisierung,
- Überkapazitäten,
- Backup-Systeme.
Viele Studien zeigen: Die letzten 10–20 % zur vollständigen Dekarbonisierung sind mit Abstand die teuersten.
Warum bauen trotzdem alle weiter EE aus?
🫰💶💶💶💶🤑Weil auf der Ebene einzelner Projekte weiterhin starke Anreize bestehen:
- garantierte Vergütungen,
- politischer Druck,
- Klimaziele,
- vereinfachte Genehmigungen,
- Investoreninteresse,
- kommunale Einnahmen,
- Flächenpachten.
Das Gesamtsystemproblem trägt dagegen:
- der Stromkunde,
- der Steuerzahler,
- oder der Staatshaushalt.
Das ist ein klassisches Beispiel dafür, dass einzelwirtschaftliche Rationalität nicht automatisch zu gesamtwirtschaftlicher Effizienz führt.
Welche Lösungen werden diskutiert?
1. Massive Überdimensionierung + Abregelung
Ansatz:
- sehr viele EE-Anlagen bauen,
- Überschüsse akzeptieren,
- häufig abregeln,
- dafür seltene Mangellagen absichern.
Nachteil:
- enorme volkswirtschaftliche Ineffizienz,
- hohe Förderkosten.
2. Kapazitätsmarkt - Nicht nur Stromproduktion wird bezahlt, sondern auch:
- das Bereithalten gesicherter Leistung.
Dann könnten:
- Gaskraftwerke,
- Speicher,
- flexible Verbraucher
wirtschaftlich betrieben werden.
3. Dynamische Strompreise - Verbrauch soll sich stärker an Erzeugung anpassen:
- E-Autos laden bei Sonne/Wind,
- Wärmepumpen flexibel,
- Industrieproduktion verschieben.
Das hilft, löst aber Dunkelflauten nicht vollständig.
4. Europäische Integration - Idee:
- europaweiter Ausgleich,
- Wind im Norden,
- Sonne im Süden,
- Wasserkraft in Skandinavien.
Hilft teilweise, aber:
- Wetterlagen korrelieren oft großräumig,
- alle Länder elektrifizieren gleichzeitig,
- jedes Land braucht trotzdem Reserven.
5. Flexible Backup-Kraftwerke
‼️Praktisch gehen fast alle Szenarien davon aus: Man braucht langfristig weiterhin steuerbare Kraftwerke.‼️
Meist:
- Gas,
- später evtl. Wasserstoff.
Das bedeutet:
- Doppelinfrastruktur: EE-System PLUS Backup-System.
Und genau das macht die Volltransformation teuer.
Wird das Gleichgewicht also überhaupt erreichbar sein?
Technisch: wahrscheinlich ja.
Ökonomisch: deutlich schwieriger.
Die entscheidende offene Frage lautet nicht:
„Kann Deutschland genug Strom erzeugen?“
sondern:
„Kann Deutschland ein stabiles, bezahlbares und industriekompatibles Stromsystem aufrechterhalten?“
Darüber gibt es inzwischen selbst unter Befürwortern der Energiewende erhebliche Diskussionen.
Ein wichtiger Punkt wird oft vergessen
Sehr niedrige Börsenstrompreise bedeuten nicht automatisch niedrige Gesamtkosten.
Denn Stromsysteme müssen bezahlt werden für:
- jede Minute des Jahres,
- nicht nur für sonnige Stunden.
Darum können gleichzeitig gelten:
„Solarstrom ist extrem billig“
und:
„Das Gesamtsystem wird sehr teuer“.
Das ist kein Widerspruch, sondern Folge der Systemintegration fluktuierender Erzeugung.
Sinkender Strombedarf in Deutschland:⤵️

Quelle des Diagramms: Umweltbundesamt
Warum soll in dieser Situation Wald Windkraftanlagen weichen? Wo bleibt das Augenmaß? Es wäre jetzt höchste Zeit, auf die Bremse zu treten und mal zu rechnen, wie viele neue Windkraftanlagen wann und wo sinnvoll sind, damit diese künftig nicht immer häufiger abgeschaltet werden müssen.
Man verliert absolut nichts (und spart viele Milliarden an Steuergeldern), wenn man jetzt beim Ausbau erneuerbarer Energien auf die Bremse tritt und ein ökonomisch sinnvolles Verhältnis von "Erneuerbaren" / Grundlaststromangebot / Speicherverfügbarkeit / Gesamtstrombedarf anstrebt. Eine unkontrollierte Überkapazität aufzubauen und auf künftige Technologien und unwirtschaftlichen Investitionen von irgendwem zu hoffen, kann nur mit politischer Ideologie erklärt werden.
Überproduktion auf der einen Seite (verbunden mit Kosten für den Steuerzahler), aber Unterversorgung bei "Dunkelflaute" auf der anderen Seite (ebenfalls verbunden mit Kosten für den Steuerzahler):
- 31.12.2024 Teurer Rekord: Deutschland zahlt Milliarden für Strom aus dem Ausland. Deutschland kauft immer mehr Strom im Ausland ein. Weil wir selbst zu wenig Strom zu konkurrenzfähigen Preisen produzieren, wird der Strom der Nachbarn immer wichtiger für unseren Markt. Die deutschen Strom-Einfuhren im Jahr 2024 haben sich gegenüber 2019 verdoppelt.
- 13.12.2024: Dunkelflaute: Norwegen und Schweden sind wütend wegen deutschem Ökostrom. Die Windflaute lässt die deutschen Strompreise steigen. Das betrifft nicht nur deutsche Unternehmen – auch europäische Partner sind sauer.
- 13.12.2024: Wegen horrender Strompreise: Schweden-Ministerin ist „wütend auf die Deutschen“. Energieministerin Ebba Busch ärgert sich darüber, dass in Schweden die Strompreise steigen, weil wir die AKW abgestellt haben.
- 09.12.2024: Wind-Dunkelflaute voraus – Leistungsreserve auf niedrigstem Stand in diesem Winter. In Kürze steht eine Wind-Dunkelflaute in Deutschland an. Damit dürfte die Leistungsreserve auf den niedrigsten Stand in diesem Winter fallen. So schön es ist, dass man in Deutschland einen immer größeren Teil der Stromerzeugung aus Wind und Sonne bestreitet: Je größer der Anteil, desto anfälliger wird die Stromversorgung, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Und diese Phasen (Dunkelflaute) nehmen zu. Aktuell stehen wir in Deutschland wieder vor so einem Szenario.
- 06.11.2024: Dunkelflaute in Deutschland: Wind uns Sonne liefern so wenig Strom wie noch nie.
- 11.11.2024 (YouTube Video): Ökostrom-Flaute Wenig Wind und Sonne - Zu wenig Strom lässt Preise explodieren.
Das Schwankungsstromproblem mit mehr Schwankungsstrom bekämpfen ?
Links aus jüngerer Zeit:
- 29.08.2025: Energiewende am Limit: Strompreise in Deutschland erreichen Rekordniveau. Durch erneuerbare Energien häufen sich Preisschwankungen und Überlastungen im Stromnetz. Ein Strompreis-Rekord aus dem Vorjahr wurde bereits jetzt eingestellt.
In Deutschland gab es bis Ende August 2025 insgesamt 457 Stunden mit sogenannten negativen Strompreisen – genauso viele wie im gesamten Vorjahr. Diese entstehen, wenn übermäßig viel Strom durch Wind und Sonne bei gleichzeitig geringer Nachfrage produziert wird.
In die andere Richtung wurde der Wert des Vorjahres sogar übertroffen. In Zeiten mit wenig Wind und Sonne, sogenannten Dunkelflauten, gehen die Preise durch die Decke. Im laufenden Jahr gab es bereits 2476 Stunden, in denen der Börsenstrompreis oberhalb von 100 Euro pro Megawattstunde lag. 2024 waren es insgesamt 2310 Stunden.
- 28.08.2025: Energie-Wahnsinn: Deutschland verramscht so viel Ökostrom wie nie! In diesem Jahr lagen die Strompreise schon so oft unter null wie im ganzen vergangenen Jahr. Heißt: Netzbetreiber müssen sogar noch Geld zahlen, um ihren überschüssigen Strom loszuwerden.
- 14.08.2025: Reutlinger Stromnetz überlastet: Private dürfen nicht mehr so viel Strom einspeisen. Der Reutlinger Stromnetz-Betreiber FairNetz erlaubt nicht mehr allen privaten Stromerzeugern, ihren Strom einzuspeisen. Grund: Das Stromnetz verkraftet das technisch nicht. "Die Überlastung der Netze mit zuviel Strom ist ein grundsätzliches Problem in Deutschland und gerade auch bei uns im Süden." [Konrad Saalmüller, Klimaschutz Agentur Landkreis Reutlingen]
- 03.08.2025: Stromnetz am Limit: Deutschland drosselt Wind- und Solaranlagen in Rekordmengen. Deutschland hat im ersten Halbjahr 2025 enorm viele Wind- und Solaranlagen gedrosselt. Grund dafür ist offenbar der schleppende Ausbau des Stromnetzes.
- 02.05.2025 (FOCUS): Windkraft-Lügen entlarvt: Deutschland braucht viel weniger Anlagen als behauptet. 10.000 neue Windräder für die fehlenden 50 GW nötig, nicht 90.000. Für Baden-Württemberg ergibt sich auf der noch auszuweisenden Fläche Platz für etwa 2500 Windräder. Bundesweit könnten auf den fehlenden Flächen rund 19.000 zusätzliche Anlagen errichtet werden – genug, um rund 95 GW zu erzeugen. Um die fehlenden 50 GW bis 2030 zu erreichen, wären sogar nur etwa 10.000 moderne Windräder nötig.
- 28.04.2025: Wald muss weichen: Jetzt wird der Windpark gebaut. Derzeit entsteht im Röschenwald der erste Windpark.
- 11.04.2025: Deutschland verschenkt seinen Teuer-Strom. Deutschland erzeugt immer mehr Solarstrom. Der ist nicht nur grün, sauber und mit Steuergeld subventioniert – sondern für unser benachbartes Ausland auch immer häufiger komplett kostenlos zu haben.
- 18.01.2025 Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ): "Zu viel Strom für die Energiewende. Die Ampel-Regierung hat den Bau von Windrädern und Solaranlagen in Schwung gebracht. Doch jetzt zeichnet sich ab, dass Deutschland in den nächsten Jahren weniger grünen Strom braucht als angenommen. Was folgt daraus?"
- 29.11.2024: Trotz Photovoltaik-Anlage: Diese Firma muss bei Sonnenschein Strom kaufen. Eigentlich sollte die PV-Anlage die Langer GmbH mit Strom versorgen. Eigentlich. Denn: Gerade an sonnigen Tagen wird ihnen die Anlage regelmäßig abgestellt.
- 30.10.2024 (WELT+): Deutschland verloren in der Solar-Sackgasse. Allein im September wurden 2,6 Milliarden Euro an Einspeisevergütung für die Solar- und Windkraft-Produzenten überwiesen – nur 145 Millionen Euro wurden eingenommen. Die Lücke ist so groß, dass sie den Haushalt sprengt.
- 29.09.2024 (Handelsblatt): Der Strommarkt der Zukunft bleibt ein Rätsel - Noch immer ist unklar, wie der Strommarkt künftig aussehen könnte. Das Wirtschaftsministerium hält an seinen komplexen Plänen fest, obwohl die Zeit drängt.
- 19.09.2024 (ntv): Deutschland droht Solarinfarkt. "An sonnigen Tagen ist so viel Strom in der Leitung, wir wissen nicht, wohin damit."
- 14.08.2024: Negativpreis-Rekord: „Überschüssiger Schrott“ – Das heikle Resultat von Deutschlands Ökostrom-Unmaß
- 14.08.2024 (Die Welt): Das Angebot an Solar- und Windenergie übersteigt immer öfter die Nachfrage. Netzbetreiber müssen den Überschuss verklappen – und zahlen dabei schon jetzt häufiger drauf als im gesamten Jahr 2023. Die immer häufiger auftretenden negativen Strompreise an der Energiebörse werden auch von der Ökostrom-Branche selbst als Problem wahrgenommen. „Die zunehmenden Zeiten mit negativen Preisen am Strommarkt stellen ein immer größeres Problem für die betriebswirtschaftliche Grundlage von Neu- und Bestandsanlagen dar“, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE).
- 14.08.2024: Ökostrom kostet Steuerzahler so viel wie nie. Die Kosten für die Förderung rasen immer weiter rauf. Bedeutet: Die Steuerzahler müssen dafür immer tiefer in die Taschen greifen. Wegen des großen Ökostrom-Angebots sinkt der Strompreis an der Börse immer öfter auf Null oder sogar darunter. Bedeutet: Mit dem Ökostrom lässt sich immer häufiger nichts verdienen, der Staat muss den Betreibern aber trotzdem den garantierten Festpreis für jede gelieferte Kilowattstunde Strom bezahlen. Folglich wird der Strom für den Endverbraucher teurer.
- 07.08.2024: Deutschland erzeugt mehr Strom, als es benötigt. Anteil der Erneuerbaren am Strommix in Deutschland fast 60 Prozent. Weil Speicherkapazitäten nicht ausreichen, müssen Netzbetreiber überschüssigen Strom trotzdem einspeisen und für einen Ramsch- oder sogar Negativpreis an der Börse verkaufen. Experten meinen, dass diese negativen Strompreise künftig auf Festverträge für Strom abgewälzt werden [> Link].
- 05.08.2024: „Wir werden im Dunkeln sitzen!“ – Scheitert die Energiewende bei einem „Weiter so“?
Prof. Dr. Markus Löffler vom Westfälischen Energieinstitut. - 15.03.2024: Mit 138 Terawattstunden liefert die Windkraft laut Umweltbundesamt aktuell bereits den größten Anteil unter den erneuerbaren Energien und deckt 32 Prozent des gesamten öffentlichen Stromverbrauchs.




