Aktuelles zu Windkraft im Wald

Aktuelles 
Entwicklungen in jüngster und nächster Zeit

💰💶💸23.07.2026 WELT: Deutschlands Klima-Strebertum kostet uns Milliarden. Die Bundesregierung gibt mehr für Strompreisdämpfung aus als für den Forschungsetat. Bei internationalen „Klimahilfen“ liegt Deutschland an der Spitze – und muss trotzdem Klimastrafen in Milliardenhöhe zahlen.

😲11.07.2026 (FR): RWE-Chef Markus Krebber und IGBCE-Gewerkschaftschef Michael Vassiliadis fordern gemeinsam, Deutschlands Klimaneutralitätsziel um fünf Jahre nach hinten zu verschieben – von 2045 auf das europäische Zieljahr 2050.
Krebber, Chef des größten deutschen Kraftwerksbetreibers, argumentiert mit einem Verlagerungseffekt: „Denn die in Deutschland eingesparten CO2-Emissionen werden dann einfach in anderen EU-Ländern freigesetzt.“

30.05.2026 (welt.de): Nutzen des Windkraftausbaus in Deutschland nimmt drastisch ab. Obwohl die installierte Leistung der Windkraftanlagen zwischen 2020 und 2025 um rund 14 Gigawatt zunahm, blieb die jährliche Stromerzeugung nahezu unverändert. Wissenschaftler sehen darin Hinweise auf eine sinkende Effizienz des Ausbaus.

Windstrom wird zunehmend durch den starken Ausbau der Photovoltaik verdrängt, weil Netzengpässe häufiger zu Abregelungen führen („Kannibalisierung“ der erneuerbaren Energien). Drittens werden neue Windkraftanlagen verstärkt an weniger windreichen Standorten errichtet, da die besonders ertragreichen Flächen bereits weitgehend genutzt sind.

Zusätzlich wird auf sogenannte Verschattungseffekte („Windklau“) verwiesen: Windkraftanlagen können sich gegenseitig Wind wegnehmen, insbesondere in dicht bebauten Offshore-Windparks. Dadurch sinkt die Stromausbeute einzelner Anlagen. Insgesamt argumentiert der Artikel, dass ein weiterer Ausbau der Windkraft nicht mehr automatisch zu einem proportionalen Anstieg der Stromerzeugung führt und zunehmend an physikalische sowie infrastrukturelle Grenzen stößt.

WINDKRAFT-IDEOLOGEN BESEITIGEN DIE MÖGLICHKEIT VON BÜRGERENTSCHEIDEN GEGEN WINDKRAFTPROJEKTE IN BADEN-WÜRTTEMBERG

Aus dem Koalitionsvertrag von GRÜNEN UND CDU:

"Wir werden Bürgerbegehren und Bürgerentscheide flexibler gestalten. Mit der Einführung der Möglichkeit einer Stichfrage soll über konkurrierende Vorlagen abgestimmt werden können. Die Gemeinderäte erhalten die Möglichkeit, die Abstimmungsfrage bürgerfreundlicher zu gestalten.
Um die Handlungsfähigkeit der Kommunen bei wichtigen Bau- und Infrastrukturvorhaben sicherzustellen, regeln wir die Quoren der Gemeindeordnung für Bürgerbegehren bzw. Bürgerentscheide, wie sie vor der Novellierung in der
15. Legislaturperiode bestanden. Weiter nehmen wir verfahrenseinleitende Beschlüsse von Bauleitplänen aus dem Katalog möglicher Gegenstände aus, soweit eine Dialogische Bürgerbeteiligung gemäß Dialogische-Bürgerbeteiligungs-Gesetz durchgeführt wurde.
Im Volksabstimmungsgesetz eröffnen wir die Möglichkeit, dass als Folge eines Volksantrags vor der finalen Befassung durch den Landtag zuerst eine Dialogische Bürgerbeteiligung durchgeführt werden kann."

Also:

  • D.h. WENIGER DEMOKRATIE WENN ES UM DIE WINDKRAFTINDUSTRIE UND DEN POLITISCHEN BUSINESS-CASE DER GRÜNEN GEHT - UND DIE CDU SPIELT GERNE MIT!
  • "Abstimmungsfragen bürgerfreundlicher zu gestalten" ➡️ D.h. es wird letztlich über etwas anderes abgestimmt, als vom Bürgerbegehren gefordert.  
  • Zum Unsinn von der "Sicherstellung der Handlungsfähigkeit" ➡️Die Kommunen sind handlungsfähig: Wenn ein Bürgerentscheid rechtmäßig ist und von den Unterzeichnern gewonnen wird, haben die Mandatsträger ein klares politisches Votum des Souveräns - des Volkes! 
  • "Bau- und Infrastrukturvorhaben" = Windkraftparks➡️  künftig müssen 25% statt 20% der Wahlberechtigten an die Wahlurne (eine hohe zusätzliche Hürde). 
  • "In der 15. Legislaturperiode" hat in Baden-Württemberg eine Koalition aus GRÜNEN und SPD das Quorum auf 20% heruntergesetzt. Man wollte mehr Demokratie ermöglichen. Aber Bürgerbeteiligung wird nur so lange von den GRÜNEN gern gesehen, wie sie ihren politisch-ideologischen Projekten nicht im Weg stehen. Sobald Menschen vor Ort widersprechen, Fragen Stellen oder Entscheidungen kritisch sehen, gelten sie nicht mehr als engagierte Bürger, sondern als Störfaktor.
  • "Verfahrensleitende Beschlüsse von Bauleitplänen" = Pläne für Vorranggebiete und Windparks. Dass in dem Zusammenhang auf das Volksabstimmungsgesetz hingewiesen wird, ist eine Unverschämtheit. Ein Volksantrag hat heute schon unüberwindbare Hürden (über 700.000 Stimmen erforderlich, damit etwas im Landtag disktutiert - nicht entschieden - wird) und hat NICHTS mit Bürgerbegehren/Bürgerentscheiden zu tun, die sich nur auf kommunale Beschlüsse (Gemeinderäte/Stadträte) beziehen.

Vor der Wahl heißt es "Der Bürger zählt."

Nach der Wahl: "Der Bürger nervt."

18.05.2026: EnBW schlägt Alarm wegen überlastetem Stromnetz. 
Baden-Württembergs größter Energieversorger schlägt Alarm: Das Stromnetz im Land stoße zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. Wir erleben seit mehr als zwölf Monaten eine überraschend starke Dynamik bei Netzanschlussbegehren“, sagt EnBW-Vorstand Dirk Güsewell im Interview mit unserer Zeitung. Die Folge: Industriekunden, Gewerbebetriebe und Betreiber von Solar- und Windparks müssten teilweise jahrelang auf ihren Stromanschluss warten.

ACHTUNG: Es geht nicht - wie von der Stuttgarter Zeitung suggeriert - darum, dass die "Betreiber von Solar- und Windparks" keinen Strom aus dem Netz bekommen, es geht um die Einspeisungs-Anschlüsse !  D.h. es stehen Windkraftanlagen nach ihrer Errichtung in der Landschaft, die Rotoren drehen sich (damit die Generatoren nicht kaputt gehen) - die Windkraftbefürworter freuen sich, aber Strom wird jahrelang nicht eingespeist.'

Auf FOCUS.de heißt es dazu: "Dass ein fertiger Wind- oder Solarpark monate- oder sogar jahrelang lang keinen Netzanschluss bekommt, ist nicht das einzige Problem, mit dem die Branche der erneuerbaren Energien zu kämpfen hat. Auch die Überlastung des Stromnetzes durch unkontrollierte Einspeisung stellt ein weit verbreitetes Ärgernis dar. 

„Es kann durchaus passieren, dass es durch ein Zuviel an Photovoltaik-Strom praktisch zu einer Verstopfung im Netz kommt", sagte Carsten Liedtke, Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), vor einiger Zeit der ARD. Das führe dazu, dass einzelne Ortsnetzstationen zur Sicherheit abgeschaltet werden müssen. „Und dann gibt es lokale Stromausfälle, von denen jeweils mehrere hundert Menschen betroffen sein können.“

08.05.2026: Reiche fordert Energiewende-„Schlussstrich“ – kein Geld mehr für überflüssigen Ökostrom:
Zitat: "Unter dieses System müsse ein „Schlussstrich gezogen werden“, sagte Reiche. „Ich kann für kein Produkt, was nicht gebraucht wird, eine Vergütung haben.“ Wenn etwa Audi 10.000 Autos verkaufen wolle, aber nur 5000 würden gekauft, stelle man die Wagen auch nicht der Bundesregierung vor die Tür und fordere Ersatz. „Es gibt keine Branche der Welt, die sich vergüten lässt für ein Produkt, das weggeworfen wird.“

Aber das Beispiel hinkt, es ist eigentlich noch viel extremer. Es ist, als würde Audi überschüssige Autos an Renault verschenken und die Bundesregierung ( = der Steuerzahler) würde Renault für jedes Auto auch noch ordentlich Geld überweisen. 

28.04.2026: Wir zahlen dem Ausland jetzt dicke Strom-Prämien. "Kaum scheint die Sonne kräftiger und länger, produziert Deutschland mehr Strom, als es selbst verbraucht. So wie am vergangenen Wochenende: Da lieferten Solaranlagen so viel Ökostrom, dass er ins Ausland verschenkt werden musste. Und obendrauf gab es sogar noch eine satte Prämie – überwiesen von den deutschen Steuerzahlern."

26.04.2026: Expec Green Energy will Windpark erweitern. Drei neue Windräder in Dürrenmettstetten sollen ab 2029 den Strombedarf von rund 13.500 Haushalten liefern können. Die Info-Veranstaltung sorgt für eine volle Gemeindehalle.

Sulz an Neckar hat weniger als 13.000 Einwohner - dann wäre Sulz ja mit diesen drei Windkraftanlagen schon autark... 

70 Prozent mehr als 2023: Subventionen der Bundesregierung steigen auf 77,6 Milliarden Euro

10.09.2025:  Förderschwerpunkte seien Impulse für den ökologischen und digitalen Wandel und soziale Aspekte. Dazu gehörten Maßnahmen zur Dekarbonisierung des Verkehrs und Gebäudebestands, zur Förderung des Wasserstoffhochlaufs, der Mikroelektronik und des sozialen Wohnungsbaus. Rund 90 Prozent des Finanzhilfevolumens trügen zu den Umwelt- und Klimaschutzzielen bei, heißt es.

Tennet-Chef: Immer mehr Herausforderungen für Stromnetz

10.09.2025 Tennet-Chef Tim Meyerjürgens sagt, es treibe ihn um, wie die Systemsicherheit auf Dauer gewährleistet werden könne. „Das wird immer herausfordernder. Wir haben vor 20 Jahren ein- bis zweimal im Jahr korrigierend ins Stromnetz eingreifen müssen, damit wir das Ganze stabil halten. Heute haben wir allein in unserem Netzgebiet rund 2.500 Eingriffe im Jahr.“ Das seien sieben am Tag.

Energie-Wahnsinn: Deutschland verramscht so viel Ökostrom wie nie.

28.08.2025: In diesem Jahr lagen die Strompreise schon so oft unter null wie im ganzen vergangenen Jahr. Heißt: Netzbetreiber müssen sogar noch Geld zahlen, um ihren überschüssigen Strom loszuwerden.

Offshore-Windpark-Auktion erstmals ohne Gebot – ohne staatliche Subvention nichts los

6. August 2025: Erstmals gab es für eine Offshore-Windpark-Auktion in Deutschland kein Gebot. Denn erstmals gab es vom Staat auch keine Subvention [ > Link zum Artikel]

ForstBW: Energiewirtschaft statt Waldwirtschaft - ist das überhaupt zulässig?

ForstBW und Landesreigerung haben beschlossen: Waldwirtschaft bringt nicht genug ein, also wird auf Energiewirtschaft umgestellt und dafür Staatsforst abgeholzt (administrativ "Umwandlung der Nutzungsart der Fläche" genannt). ForstBW nennt das "Vermarktungsoffensive". Entspricht das dem Satzungszweck und den Gesetzen, die für ForstBW einschlägig sind? Wie vermuten nein. An der Rechtmäßigkeit dieser Vorgehensweise bestehen erhebliche Zweifel. > Lesen Sie hier mehr 

Wir haben bereits genug Windkraftanlagen in Baden-Württemberg, dem windärmsten Bundesland

Es ist ein Irrsinn, wie die Zahl der WKA-Bauprojekte nach oben schnellt. Die Schwankungsproblematik beim Strom ist heute schon riesig - immer öfter kommt es zu negativen Strompreisen (bei viel Wind) oder zu Rekordpreisen (bei Dunkelflaute) auf dem Spot-Markt für Strom. 
Die Schwankungsproblematik wird sich - selbst wenn ab heute keine weitere Anlage mehr hinzukäme - noch mehr als verdoppeln. Die aktuellen Zahlen können Sie im Dashboard der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg sehen [> Link].

Hier der rasante Anstieg in Zahlen:

  • Am 30.11.2024 waren es noch 880 Windkraftanlagen in Baden-Württemberg, die in beantragt, bereits genehmigt oder in Bau waren. In Betrieb waren am 30.11.2024: 776.
  • Am 23.12.2024 waren es 936 (beantragt, genehmigt oder in Bau). In Betrieb am 23.12.2024: 778
  • Am 18.01.2025 waren es  983 (beantragt, genehmigt oder in Bau). In Betrieb am 18.01.2025: 778
  • Am 09.02.2025 waren es 1.012 (beantragt, genehmigt oder in Bau). In Betrieb am 09.02.2025: 778
  • Am 25.02.2025 waren es 1.064 (beantragt, genehmigt oder in Bau). In Betrieb am 25.02.2025: 783
  • Am 03.05.2025 waren es 1.138 (beantragt, genehmigt oder in Bau). In Betrieb am 03.05.2025: 793
  • Am 30.05.2025 waren es 1.178 (beantragt, genehmigt oder in Bau). In Betrieb am 30.05.2025: 795
  • Am 15.08.2025 waren es 1.556 (beantragt, genehmigt oder in Bau). In Betrieb am 15.08.2025: 802
  • Am 09.03.2026 waren es 1.783 (beantragt, genehmigt oder in Bau). In Betrieb am 09.03.2026: 824
  • Am 08.08.2026 sind es 1.776 (beantragt, genehmigt oder in Bau). In Betrieb am 08.08.2026  850.

Jetzt wird es selbst dem NABU zu bunt. NABU Tübingen und AG Fledermausschutz BW e.V. gegen 13 Windkraftanlagen im "Rammert" Tübingen. [Download Positionspapier] [Download Einladung Informationsveranstaltung]

30.06.2025: Wenn die Grünen empört sind, könnte Sachverstand im Spiel sein: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat einen „Monitoring-Bericht“ beauftragt. Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird soll künftig nicht mehr im Zentrum der Energiepolitik stehen. Die Klimaziele sollen eingehalten werden, sie rücken aber als gleichwertige Ziele neben andere, etwa Versorgungssicherheit und Netzstabilität. 
Wissenschaftliche Grundlage für den Monitoring-Bericht: Den Auftrag für das Gutachten hat das Wirtschafts- und Energieministerium (BMWE) an das Aachener Beratungsunternehmen BET (Beratung für die Transformation der Energiewirtschaft) vergeben, mit dem bereits ein entsprechender Rahmenvertrag besteht. BET zieht laut Medienberichten das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln (EWI) mit hinzu. Das EWI wird vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert und versteht sich als „praxisnah, energieökonomisch fundiert und agenda-neutral“  [Download].

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